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Das Gebiet um den Sölkpaß ist eines der schönsten Erholungsgebiete unseres Landes. Unberührte Natur, freundliche Menschen, Herausforderungen für den Bergwanderer und Alpinisten im Sommer wie im Winter.
Die Anziehung die von dieser Landschaft ausgeht, hat Erzherzog Johann im vergangenen Jahrhundert entdeckt. Nicht ohne Grund trägt die Straße über den Sölkpass seinen Namen. Es ist ein uralter Verkehrsweg, der vielen Menschen Arbeit gegeben hat, aber auch Leben gefordert hat. Davon kündigen die Patrozinien und Kapellen rund um den Sölkpaß.
Forschungen ergaben, dass der Sölkpass schon vor ca. 4000 Jahren begangen wurde!
Der Verein ANISA entdeckte das Fundament einer ehemaligen Hütte (in der Nähe der heutigen Kapelle) und Holzkohlenreste.Ein Speziallabor in den USA stellte die Abstammung aus der Spätbronzezeit (Urnenfelderzeit) fest. Die Lage des Gebäudes lässt an eine Rast- und Zufluchtsstätte für Säumer und Wanderer denken. Die Säumer der Urgeschichte verwendeten einen Steig zur begehung des Passes, der als Teil des urgeschichtlichen Salzweges von Hallstatt in den Süden zu betrachten ist.
Laut mündlicher Überlieferung von anno 1700 leisteten die Bauern aus dem Sölktal mit ihren Pferden Vorspanndienste bis zur Passhöhe. Vor geschätzten 220 Jahren wurde genau auf der Sölkpaßhöhe ein Unterstand aus Natursteinen errichtet. Almhirten und Sennerinnen versahen diesen Unterstand mit einem Kruzifix und Heiligenbildern, sie gestalteten eine Andachtsstätte "Das Sölkkreuz".
Geschichtliches
1840 mündliche Überlieferung einer Renovierung 1930.
Renovierung durch den Heimkehrerverband St.Nikolai/Sölktal unter Obmann Oberförster Hans Petzl. Das gesamte Baumaterial wurde von der "Herrschaft" Feltrinelli bis an den Kaltenbach geführt. Der 13. Juni 1930 war dazu bestimmt, das Baumaterial durch die Bevölkerung vom Kaltenbach bis zur Passhöhe zu tragen.
1959 Eine mit Autos befahrbare Straße wird einerseits auf Ennstalerseite von Kaltenbach und andererseits auf Murtalerseite von der Kreutzerhütte bis zur Sölkpaßhöhe errichtet.
Die Initiatoren waren Bürgermeister Hans Petzl und Kammerrat Schrefl aus Schöder. Die "Erzherzog-Johann-Straße" als kürzeste Verbindung zwischen dem Murtal und Ennstal war geboren. Die Gemeinde betrieb sie bis 1974 als Mautstraße.
1974 Übernahme der Passstraße durch das Land Steiermark. Die Betreuung der Sölkpasskapelle übernehmen die Bediensteten der Straßenmeisterei Gröbming.
1978 Neubau der Sölkpasskapelle. Die Arbeitsgemeinschaft mit Manfred Schwab, Franz Griesebner, Johann Garrisjäger, Ludwig Mörschbacher und Lorenz Menneweger leiteten die Bauarbeiten. Alle Bediensteten der Straßenmeisterei legten Hand an. Viele Einheimische und auswärtige Gönner unterstützten das Vorhaben. Im Monat August wurde die Kapelle eingeweiht.
Seit der Einweihung wird alljährlich am 1.Augustsonntag die "Sölkpassmesse" auf der Passhöhe gefeiert.
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